Schnellrechner · Deckungsbeitrag je Einheit
Rabatt & Mehrabsatz berechnen
Sieh, wie viel mehr du verkaufen müsstest, um nach einem Preisnachlass denselben gesamten Deckungsbeitrag wie vorher zu erzielen.
Der Rechner eignet sich, wenn sich Preis und variable Kosten einer Einheit sinnvoll zuordnen lassen — zum Beispiel für ein Stück, ein Produkt, eine Leistungseinheit oder einen Auftrag mit zuordenbaren variablen Kosten. Er berechnet keine Umsatzsteuer und bewertet nicht, ob ein Rabatt sinnvoll ist.
Dein nötiger Mehrabsatz
Trage Ausgangspreis und variable Kosten je Einheit sowie den Rabatt ein und wähle „Mehrabsatz berechnen“. Du siehst dann den Deckungsbeitrag je Einheit vor und nach dem Rabatt und den rechnerisch nötigen Mehrabsatz.
Was ist der Deckungsbeitrag je Einheit?
Der Deckungsbeitrag je Einheit ist der Preis einer Einheit minus die variablen Kosten dieser Einheit. Er zeigt, welcher Betrag je verkaufter Einheit übrig bleibt, um unter anderem Fixkosten zu decken. Er ist nicht automatisch dein Gewinn.
Warum kann ein kleiner Rabatt viel mehr Absatz erfordern?
Ein Rabatt reduziert den Preis, nicht die variablen Kosten. Der Nachlass geht deshalb vollständig vom Deckungsbeitrag je Einheit ab. Ist dieser Deckungsbeitrag im Verhältnis zum Preis klein, verschwindet durch einen kleinen Rabatt ein großer Teil davon — und der rechnerisch nötige Mehrabsatz wird entsprechend groß.
Beispiel: 15 % Rabatt
Ausgangspreis 100,00 €, variable Kosten 70,00 €: Der Deckungsbeitrag je Einheit beträgt 30,00 €. Bei 15 % Rabatt sinkt der Preis auf 85,00 €, der Deckungsbeitrag je Einheit auf 15,00 €. Für denselben gesamten Deckungsbeitrag wäre unter diesen Annahmen die doppelte Menge nötig, also ein Mehrabsatz von +100 %.
Was sind variable Kosten?
Variable Kosten verändern sich mit der verkauften Menge und lassen sich einer Einheit zuordnen, zum Beispiel Wareneinsatz, Material oder mengenabhängige Fremdleistungen. Nicht jede Kostenart ist variabel: Fixkosten wie Miete, Versicherungen oder Software gehören nicht in dieses Feld. Auch deine eigene Arbeitszeit ist nicht automatisch ein variabler Kostenbestandteil.
Was berücksichtigt der Rechner nicht?
Das Ergebnis ist ein rechnerischer Mehrabsatz unter festen Modellannahmen: Die variablen Kosten je Einheit bleiben bei höherer Menge unverändert, es entstehen keine zusätzlichen Fixkosten, es gibt keine Kapazitätsgrenze, keine Mengenrabatte im Einkauf und keine zusätzlichen Marketing- oder Vertriebskosten. Jede zusätzliche Einheit erzielt denselben rabattierten Preis, und es handelt sich vor und nach dem Rabatt um dieselbe Produkt- oder Leistungseinheit.
Der Rechner sagt nicht, wie sich deine Nachfrage tatsächlich entwickelt. Er trifft keine Aussage über Preiselastizität, Marktreaktion, Wettbewerb oder Abschlusswahrscheinlichkeit. Er bewertet auch keinen Rabatt als richtig oder falsch.
Verwandte Rechner
Du möchtest nur Preis nach Rabatt und Rabattbetrag berechnen? Das macht Rabatt berechnen. Du möchtest Aufschlag und Handelsspanne vergleichen? Dann rechnet Aufschlag & Marge zwischen diesen Bezugsgrößen um. Du möchtest deinen Verkaufspreis aus Einkauf und weiteren Kalkulationsstufen aufbauen? Dann führt die Handelskalkulation die Stufen einzeln durch. Es werden keine Daten zwischen den Rechnern übertragen.
Wie Firmenplan rechnet, steht in Methodik und Quellen. Begriffe erklärt das Glossar.